Zeichensprache eines Weihnachtssterns
Doch, ich hatte mich schon bemüht, unseren Weihnachtsstern pfleglich zu behandeln. Trotzdem musste ich feststellen, dass er, der sich ehemals in roter Pracht in Szene gesetzt hatte, Tag um Tag seine Blätter verlor. Ein Abschied auf Raten, den ich zwar aus den vergangenen Jahren kannte, der sich aber bisher über Wochen, wenn nicht Monate hinzog.
Gleichzeitig konnte ich feststellen, dass von unten neue Triebe herauswuchsen, und zwar in einem Tempo, wie ich das bisher ebenfalls nicht erlebt habe.
Beim gestrigen Rückblick auf das vergangene Jahr fiel mein Blick wieder auf das eigenwillige Gewächs, gerade in dem Moment, als mich das Thema Loslassen von Vergangenem beschäftigte. Da gab es durchaus einige Projekte, deren Zeit abgelaufen ist. Sollte der Weihnachtsstern mir genau das spiegeln?
Dass ich Altes verabschieden darf, ohne mir tausend Fürs und Widers zu überlegen? Einfach so, weil ja daneben das Neue in einer atemberaubenden Energie schon am Wachsen war?
Ich glaube, ich habe die Botschaft verstanden. Und ich hoffe, ich kann meinem Herzensprojekt, der Meditativen Fotografie, 2026 viel Raum zum Wachsen geben.
Der Weihnachtsstern wird wohl die nächsten Tage öfter als Fotomodell herhalten müssen. Die Kraft dieser Bilder darf mich begleiten und mich immer wieder erinnern an das, was mir wirklich wichtig und wertvoll ist.