Die Natur als Coach

Der lächelnde BaumstumpfDie Natur als Coach Der lächelnde Baumstumpf

Manchmal, wenn mein Kopf voll ist und sich das Gedankenkarussell dreht, zieht es mich hinaus in die Natur. Mit Kamera natürlich, weil ich mich mit ihr am leichtesten neu fokussieren kann und der Kopf in kürzester Zeit wieder frei wird. Wie oft habe ich dabei erlebt, wie mich die Natur als Coach mit Zeichen überrascht und mir Antworten gibt auf Fragen, wo mein Verstand passen muss!

Kürzlich war ich unterwegs auf dem Ilztalwanderweg von der Schneidermühle zur Schrottenbaummühle. Wie ich bereits in diesem Beitrag geschrieben habe, spiegelte mir der Fluss viele Aspekte meiner derzeitigen Lebenssituation.

Dann plötzlich stand er da: der lächelnde Baumstumpf. So als ob er sagen würde: Na, wo hängst du denn schon wieder mit deinen Gedanken? Er, von dem nicht mehr viel übrig war von seiner ursprünglichen Größe und vermutlichen Schönheit. Aber immer noch fest verwurzelt bot er mir seinen Platz an zum Ausruhen. Unwillkürlich zauberte er mir ein Lächeln ins Gesicht und ich spürte die Einheit mit ihm, mit der Natur, mit dem großen Ganzen. Natürlich hatte er auch nichts gegen ein Porträtfoto.

Einfach da sein

Hin und wieder genügt es, einfach da zu sein. Ohne Strategien und große Ziele. Aber in sich selbst ruhend, mit einem gelassenen, inneren Lächeln, das nach außen strahlt und ansteckt. Für mich ist die Natur eine Coaching-Meisterin par excellence. Als ihr Klient muss ich nur hinhören, schauen, spüren, riechen, schmecken. Einfach offen sein mit allen Sinnen.

Das Porträt meines Baumstumpfes hängt über meinem Schreibtisch und begrüßt mich am Morgen mit seinem Lächeln. Es hat eine Kraft entwickelt, die mich immer wieder erinnert an meine innere Gelassenheit. Vielleicht mag dieses Foto auch dir etwas sagen? Gerne kannst du das Bild hier herunterladen und kostenlos verwenden. Bei Veröffentlichung bitte ich dich um die Quellenangabe (Foto: www.meditative-fotografie.de).

 

2 Kommentare zu “Die Natur als Coach

  1. bernd

    Da warst du wohl gerade, sowohl physisch als auch psychisch, auf einem richtigen(?) Weg;-)

    Das Phänomen wird übrigens von Analytikern „Pareidolie“ genannt und, meiner Meinung nach, bisher ziemlich oberflächlich behandelt.

    LG

    bb

    1. Georg Schraml

      Hallo Bernd, vielen Dank für diesen interessanten Hinweis, den Begriff Pareidolie kannte ich bisher nicht.

      LG
      Georg

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